Bericht: Online-Redaktion

Blumen in der City – ein Störenfried?

Wann genau es angefangen hat? Irgendwann wurden schlechte Manieren gesellschaftsfähig und man musste sich nicht mehr dafür schämen; gutes Benehmen kam bei manchen aus der Mode. Dumpfbackige Sprüche aus dem Internet kehrten eins zu eins in unseren Alltag ein. Cool war, wer sich möglichst dämlich gab. Es reichte auf einmal, wütend zu sein, und schon waren gesellschaftliche Spielregeln des Miteinanders bei  einigen außer Kraft. Und aus einigen wurden viele.

Aggression und Wut sind nicht strafbar – danke für dieses politische Statement, na dann… Lautstarke Beschallung im Zug, bei Parties im Freien, gerne die ganze Nacht; wer sich beschwerte, bekam schon mal eins in die Fresse. Herabwürdigende Sprüche, verächtliche Kommentare. Respekt? Ein Fremdwort. Stattdessen Beleidigungen.  Im Straßenverkehr mehr und mehr rücksichtsloses und gefährliches Verhalten wie Autorennen in Tempo-50-Zonen.  Tätliche Angriffe gegen Kippaträger schreckten uns auf und schließlich Drohungen gegen Politiker. Musste erst ein Mord geschehen, ehe wir uns fragen, was eigentlich bei zu vielen in unserer Gesellschaft los ist? Ist es ihnen alltäglich geworden, Gesetze zu missachten, Sanitäter und Polizisten anzugreifen und sich widerrechtlich zu verhalten? Wo soll das enden? Gleichgültigkeit nach dem Motto „Soll der Staat sich drum kümmern“ reicht nicht; und der Staat, der hier angegriffen wird,  sind wir alle.

Wir leben nach wie vor in einem der sichersten Länder, aber offenbar ist es für zu viele eine Herausforderung geworden, unsere freiheitliche Grundordnung und die Regeln zu missachten, die ein Zusammenleben von über 80 Millionen Menschen erst möglich machen.

Wollen wir das? Sollte nicht jede und jeder in unserem Land z.B. seinem Engagement in der Politik angstfrei nachgehen können? Schauen wir hin und drehen uns nicht weg, denn es geht uns alle an. Auch in Mechernich.

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