Freier Bericht der UWV-Internetredaktion

Energieversorgung – heute und in Zukunft

14.09.2013 – Autor: Internetredaktion Klara

Die UWV hatte kreisweit zu einem hoch interessanten Vortrag in den Ratssaal in Mechernich eingeladen. Werner Beck, Vorsitzender der AG Energie, referierte über die Chancen der Energiewende, die erstmals die Möglichkeit bietet, Gemeinden und damit den Bürger unmittelbar an der Stromerzeugung und –vermarktung zu beteiligen. Erneuerbare Energien, die dezentral erzeugt und intelligent vernetzt werden, ermöglichen es, von den großen Stromerzeugern und deren Marktmonopol unabhängiger zu werden. Anschaulich zeigte Beck, wie viel Strom ein Haushalt benötigt und wo die täglich in unserem Land durchschnittlich benötigten 60 Gigawatt erzeugt werden. Weg vom Atomstrom, der so sicher nicht ist, wie es gern in der Öffentlichkeit dargestellt wird; dessen Abfallentsorgung riesige Summen verschlingt und den nachfolgenden Generationen gesundheitsgefährdende Strahlung für Jahrzehnte hinterlässt, hin zu Wind-, Wasser- und Gasenergie, die in den nördlichen Bundesländern jetzt schon mehr als die Hälfte des Strombedarfs deckt. Um Lastspitzen abzufangen und die regenerative Energie zu verstetigen, fehlt noch ein effizienter Speicher. Im Vortrag wurden die Pumpspeicherkapazitäten als nicht ausreichend erkannt. Deswegen muss eine großtechnische Lösung her. Hier bietet sich die Umwandlung von regenerativem Strom direkt in Gas an. Das kann dann über Tage und Wochen im Gasnetz gespeichert werden.
Ein Konsortialvertrag wäre eine Chance, die Beteiligung zu dritteln: Kreis, RWE und die Kreiskommunen mit u.a. der Stadt Mechernich teilen sich die Verantwortung und Mitsprache. Mechernich befindet sich noch im Ausschreibungsverfahren und kann deswegen auch einen eigenständigen Weg einschlagen.
Für den letzteren Fall ergänzte W.-D. Simon, Fraktionsvorsitzender der UWV im Stadtrat, die Präsentation mit grundlegenden Aussagen zu einer möglichen Genossenschaftsgründung, um auch die Bürger mitnehmen zu können.
In der anschließenden lebhaften Diskussion standen Christian Metze von der Regionalgas Euskirchen sowie Markus Böhm und Markus Mertgens von der Energie Nordeifel den Fragenden Rede und Antwort. Auch die Mechernicher Verwaltungsspitze – der Erste Beigeordnete Thomas Hambach und Kämmerer Ralf Claßen – nahmen teil.
Nach zwei Stunden bedankte sich Werner Beck bei den Zuhörern für ihr Interesse und die rege Diskussionsteilnahme. Hoch zufrieden über den Erkenntnisgewinn verließen die Teilnehmer die Veranstaltung.

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