Siedlung, Brennpunkt

Sozialer Brennpunkt entschärft ?

Das Wunder der „Papageiensiedlung“ oder nur Beruhigungstaktik

Im August dieses Jahres war in der Presse zu lesen, dass die Einrichtung einer Außenstelle des Familienzentrums der AWO in der „Papageiensiedlung“ (Heideweg) eventuell mit zu einer Stagnation der Zahl der auffälligen Kinder und Jugendlichen in Mechernich geführt habe.
Es wurde aber auch betont, dass dieses Angebot nur an die noch nicht schulpflichtigen Kinder gerichtet sei und mehr eine längerfristige Verbesserung der Situation anstrebe. Um die älteren Kinder und Jugendlichen kümmere sich offenbar aber niemand. Der Ruf nach einem Streetworker wurde von vielen Politikern ebenso mitgetragen wie der Wille, mehr in die Jugendarbeit in Mechernich zu investieren.
Hierzu hat bereits auf Initiative des Mechernicher Bürgermeisters Dr. Schick und des Ordnungsamtsleiter Herr Kern ein „Runder Tisch Jugend“ im Januar 2011 beraten.
Die Stadt muss sich nun, neun Monate später, fragen lassen, was aus den Bekundungen dieser Runde geworden ist?

Hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die eine Gesamtübersicht der Angebote erstellt hat, eine       Prioritätenliste  der wichtigsten Dinge, die geschehen müssten aufgestellt?

Sind Ehrenamtliche und Vereine als Mithelfer angesprochen worden?

Hat eine Feststellung des sozialräumlichen Bedarfs über das Jugendamt stattgefunden?

Wurde die Idee, einen Streetworker zusätzlich zur KOT einzustellen, ernsthaft geprüft?

Sollte nicht ein Koordinator als Ansprechpartner für alle Hilfesuchenden benannt werden?

Wurde zu einer weiteren Sitzung eingeladen?

All diese Fragen bleiben bisher offen im Raume stehen – so viel zu sogenannten Lippenbekenntnissen unserer Politiker wie der folgende Satz:
„Junge Menschen liegen uns am Herzen, wir möchten ihnen Perspektiven aufzeigen, sie an die Hand nehmen, ihnen einen Platz in der Gesellschaft geben, damit es selbständige und vollwertige Mitglieder der Gemeinde werden.“

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